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Bei unserem politischen Engagement geht es nicht um die Durchsetzung von Einzelinteressen im Rahmen bestehender gesellschaftlicher und universitärer Verhältnisse, die wir als grundsätzlich krisenhaft erleben und begreifen. Deswegen reichen keine Reparaturen, sondern es bedarf Alternativen zum herrschenden gesellschaftlichen Leben. Wir wünschen uns selbstorganisiertes und solidarisches Miteinander. Damit meinen wir nicht eine mehr oder weniger freiwillige Selbstdisziplinierung, um den Zumutungen des freien Marktes besser gewachsen zu sein und um in der Konkurrenz besser bestehen zu können. Für uns zählt das selbstbewusste, frei kommunizierte Miteinander, und das ist nur jenseits von totaler Konkurrenz und wirtschaftlicher Verwertbarkeit vorstellbar. Deshalb sind wir gegen jede Form von Studiengebühren! Da wir uns bewusst sind, von einem solchen utopischen Zustand meilenweit entfernt zu sein, vertreten wir auf der Ebene der Universität konsequent die studentische Selbstverwaltung und die Förderung studentischer (Eigen-) Initiativen, von Lesegruppen über autonome Seminare, Medieninitiativen, Beratungs- und Aktions-initiativen, Kampagnen zur Einführung des Semestertickets bis hin zur Organisierung von EW-Feten. Freiräume, in denen Mensch jenseits herkömmlicher Disziplinen grundsätzliche Fragen diskutieren und Menschen kennen lernen kann. :: Die momentanen Verhältnisse im Stupa (seit 02.02.2005) (nach oben)
die anderen im Stupa - 41 Sitze
![]() Strolche - 4 Sitze (klein aber fein!)
Der RCDS kommt im StuPa momentan auf 3 Sitze und hat damit im Vergleich zum letzten Jahr an Prozenten verloren, die Liberale Hochschulgruppe hat ebenfalls 4 Stupa-VertreterInnen. Stärkste Fraktion sind die Jusos mit 18 Sitzen, welche somit auch zu einem großen Teil den AStA stellt. Drei ReferentInnen des AStA (Co-Referent für Hochschulpolitik und zwei ReferentInnen für Internationales) wurden als FreundInnen und MitstreiterInnen von den Strolchen vorgeschlagen, sind jedoch unabhängig von den Hochschulgruppen. Ansonsten sind im StuPa noch die Fachschaftsliste der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften "HTW&Friends" mit 11 Sitzen, "Spaß und Geselligkeit" (der Name ist Programm) mit 3 Sitzen und die Libertäre Basisgruppe "Q" mit 2 Sitzen zu erwähnen. :: Suche nach der Wir-Identität (nach oben) wir über uns
Anna-Sophie:
Wir lehnen es ab, in ideologischen Kategorien wie Fortschritt, Pragmatismus, Modernisierung, Wachstum zu denken und zu handeln und uns dem ökonomischen Verwertungsdruck zu unterwerfen. Stattdessen weisen wir konsequent auf Zumutungen und Zwänge an der Uni und anderswo hin, welche es Menschen verunmöglichen, ein emanzipatorisches, glückliches und an ihren Bedürfnissen orientiertes Leben führen zu können.
"...vor allem muß man jederzeit als voller mensch leben." (rosa luxemburg)-dazu zaehlt fuer mich auch ein engagement in der kleinen strolche hochschulgruppe.Gegen die Diktatur der Angepassten!
Matthias (Strolchepensionär):
Die Strolche haben die künstliche Trennung von Bildungspolitik und Gesellschaftspolitik nie mitgemacht und verteidigen das so genannte Allgemeinpolitische Mandat der Studentischen Selbstverwaltung gegen alle Unkenrufe der herrschenden politischen Eliten und der Selbstanpassung der meisten Hochschulgruppen. Praktisch bedeutet dies für die Strolche, Hochschulpolitik nicht als reine Bildungspolitik zu begreifen, sondern auch die politisch-ökonomische Wirklichkeit zu kritisieren, die die gegenwärtige Un-Bildung entscheidend hervorbringt. Zudem werden verschiedenste gesellschaftliche Themen nicht einfach durch die studentische Brille ausgeblendet, z.B. die rassistische Wirklichkeit der BRD oder soziale Kämpfe, weshalb von den Strolchen verschiedenste Initiativen, die gesellschaftskritisch und emanzipativ ausgerichtet sind, unterstützt werden. Die Strolche haben jede Form von Studiengebühren immer abgelehnt und schon frühzeitig darauf verwiesen, dass es sich bei den so genannten Langzeitstudiengebühren um echte Studiengebühren handelt, die, wie alle Studiengebühren, in erster Linie unsozial sind. Jede Studiengebühr ist Anpassungsinstrument gegenüber Menschen die sich bilden wollen, die wissen und denken wollen, dient zuerst der Auslese und der marktförmigen Ökonomiesierung der Menschen um sie schnellstmöglich in Humankapital zu verwandeln. Dies und die strategische Bedeutung der Trennung der StudentInnen in Studierende und so genannte Langzeitstudierende ist heute jedem/R klar. Doch bei der Einführung der so genannten Langzeitstudiengebühren in Niedersachsen, mussten sich die Kleinen Strolche von den anderen Hochschulgruppen mit den grossen Augen des Unverständnisses anschauen, bis zu Beschimpfungen gefallen lassen, für die konsequente Vertretung ihrer Position und leider wahr gewordenen These, dass schon die Akzeptanz der Sprachregelung der Landesregierung zur Folge hat, dass mensch, in dem Fall StudierendenvertreterIn, den fundamentalen Absichten der herrschenden Poltik und Bildungspolitk auf den Leim gegangen ist und das Teile und Herrsche-Prinzip ohnmächtig passieren lassen muss. Hätten alle Hochschulgruppen schon derzeit volle und grundsätzliche Solidarität mit den als LangzeitstudenstudentInnen stigmatisierten und von Gebühren bedrohten oder drangsalierten Studierenden gezeigt, wären uns die zarten Proteste 2005 gegen die allgemeine Einführung der Studiengebühren nicht als bemerkenswerte Politisierung und Besonderheit aufgefallen, sondern als fortwährende Normalität von Kritik, in einem studentischen Alltag, der aus politischem Protest und Bildung zu gleichen Teilen besteht. Denn nur so wird eine Bildung sich erhalten lassen und erkämpft werden können, die den Namen freie, selbstbestimmte und menschliche Bildung tragen kann. Die Strolche sind modern, links und heterogen, entsprechend stehen sie in klarer Distanz zu allen Parteien und sehen sich auch nicht als Vertretung einzelner Fachschaften. Dies unterscheidet sie von dem überwiegenden Teil der anderen Hochschulgruppen, die im StuPa der Universität Osnabrück vertreten sind. Besonders attraktiv aber ist an den Strolchen, dass diese relativ kleine Hochschulgruppe sich weit über zehn Jahre und einige Studierendengenerationen lang hat halten können und auch heute noch aus Menschen besteht, die wenig Geduld haben mit reaktionären Positionen, kein Interesse für die gegenwärtige Anpassungsmentalität hegen und der knallharten Weichspülerwirklichkeit mit notwendigem Zorn, Humor und Lebenslust begegnen. Die Strolche sind eine parlamentarische Gruppe und deshalb auch deutlich links vom StuPa-Präsidium angesiedelt, sie haben einen positiven Bezug auf viele Aspekte der Geschichte der politischen Linken der bürgerlichen Gesellschaft, gehen aber in diesem Linkssein nicht auf, sondern sind wesentlich, nicht nur aufgrund der eigenen Kritik des identitären Bezeichnens und Denkens, an der generellen Überwindung jeder Herrschaft des Menschen über den Menschen und der Aufhebung aller Enteignungsformen interessiert, die grossen Teilen der Menschen gesellschaftliche Teilhabe verunmöglichen und es niemanden erlauben gesellschaftlicher Mensch in einer menschlichen Gesellschaft zu sein. Mit dem Augenmerk für hochschulpolitische, tagesaktuelle und grundsätzliche Fragestellungen, haben sich die Strolche schon immer heterogen zusammengesetzt. Für StudentInnen aus den unterschiedlichsten Fachbereichen und egal ob Erstsemester oder StudentIn als Lebensentwurf sind sie attraktiv gewesen. Auch wenn der/die flüchtige BetrachterIn gerne so genannte Ewiggestrige erkennen will, ist es gerade die Qualität der Strolche, das scheinbar Unabwendbare und Reale nicht unverstanden hinzunehmen, sondern es als Unabgegoltenes weiter gelten zu lassen und nicht das konkrete Gegenwärtige gegen das scheinbar abstrakte Vergangene auszuspielen. Vielmehr machen die gesellschaftskritischen Positionen der Strolche diese attraktiv, weil die Kleinen Strolche vermutlich auch weiterhin fähig sein werden, den zunehmenden Umbau des Bildungswesens von Oben zu kritisieren und bei der totalen Vermarktung und Entwissenschaftlichung der Bildung, die schon zwischen den Zeilen der Tagespresse angekündigt ist, nicht den Kopf zu verlieren. Modern ist selbstverständlich kein positives Kriterium schlechthin, wenn man aber die modernen Wirtschaftspostillen verfolgt, sind die gemeinsamen Positionen der Kleinen Strolche und die der Ideologieproduzenten des Kapitals nicht zu übersehen. Das Manager-Magazin wirft den meisten AbsolventInnen deutscher Universitäten zu viel Angepasstheit vor, das Handelsblatt verlangt Lebens langes Lernen. Zum Glück aber haben die Strolche andere Ziele, denn Unangepasstheit und live-long-learning können ja auch Spass machen, Sinn haben und sind gute Voraussetzungen um den bornierten Vertreterinnen des Zeitgeistes in die Suppe zu spucken.
Auszerdem bekam ich so schnell Kontakt zu vielen interessanten Initiativen an der Uni und lernte das Cafe Mano Negra kennen!" Ulf 7:
Nö! Also, ... andere über uns
Jusos:
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